Personalfragen und -administration

Viele Solawi-Initiativen stellen eine oder mehrere Fachkräfte an. Das bedeutet natürlich die Übernahme einer gewissen Verantwortung. Immerhin handelt es sich um ArbeitnehmerInnen und deren Existenzen. Evtl. sind Familien im Spiel, d.h. es müssen auch Schwangerschaften und Mutterschaften vom Betrieb getragen werden können. Auch können Unfälle passieren… usw. – alles, was halt mit Personalwesen zu tun hat.
Angestellte haben das Recht auf eine korrekte Lohnabrechnungen, auf Ferien, etc. Andere Leute werden für das Personalwesen ausgebildet, als ehrenamtliches Mitglied des Vorstands einer Solawi-Initiative hat man evtl. keine solche Ausbildung und muss oder will trotzdem Verantwortung übernehmen. Die Gesamtarbeitsverträge sowie die Mindestlöhne sollte eine Solawi einhalten und eigentlich deutlich übertreffen wollen. Denn die prekären Arbeitsbedingungen in der marktorientierten Landwirtschaft stellen eine wesentliche Motivation dar, um dort auszusteigen und stattdessen Solawi zu betreiben.
Bsp. Gemüsekooperative: Wenn der Gastgeberhof schon vorher Gemüse angebaut hat, dann ist es sinnvoll, den Bauern oder die Bäuerin gleich als Gemüsebau-Fachkraft zu verpflichten (sofern sie/er das selber auch möchte). In diesem Fall ist sowohl eine Anstellung möglich, wie aber auch andere Formen (z.B. Auftragsverhältnis).
Die folgenden Dokumente geben einen Überblick über die geregelten Arbeitsbedingungen in der «Grünen Branche» sowie anonymisierte Beispiele von Arbeitsverträgen für Fachkräfte und PraktikantInnen.

Arbeitsbedingungen in der grünen Branche

 

Anstellung Fachkraft

 

Praktikum