Übersicht zum Lehrgang

Warum gibt es diesen Lehrgang?

Vielerorts entstehen Initiativen von BürgerInnen, die die Lebensmittelversorgung nicht den internationalen Märkten überlassen wollen. Sie setzen sich für eine Landwirtschaft ein, in der die ProduzentInnen ohne Kostendruck nachhaltig wirtschaften können. Auch in der Schweiz erlebt die Idee der solidarischen Landwirtschaft Aufschwung. Nun gibt es einen Pilotlehrgang mit den Schwerpunkten biologischer Gemüsebau und solidarische Landwirtschaft. Die konventionelle Lehre als GemüsegärtnerIn ist stark auf Grossbetriebe ausgerichtet. In der Berufsschule geht es um Maschinen, Spritzmittel und Folien. Der biologische Anbau wird nur am Rande behandelt. In diesem Pilotlehrgang sollen Wissen und Fähigkeiten vermittelt werden, welche insbesondere auf Solawi-Betrieben relevant sind: Vielfältige Anbauplanung, eigene Setzlingsanzucht und effiziente Handarbeitstechniken. Zudem werden organisatorische Aspekte wie Rechtsform, Finanzplanung, Mitarbeit und Partizipation vertieft.

An wen richtet sich der Lehrgang?

Der Kursblock «Biologischer Gemüsebau» ist für Interessierte mit landwirtschaftlicher Praxiserfahrung gedacht, die sich mehr theoretisches Wissen und Fachkenntnisse aneignen möchten. LandwirtInnen mit eigenem Hof bekommen einen Einblick, welche Anforderungen der Gemüsebau mit sich bringt und ob sie ihren Betrieb in diesem Bereich erweitern oder neu ausrichten könnten. Die Kurse zum «Solawi Betriebskonzept» richten sich an KonsumentInnen und LandwirtInnen, die eine Initiative konzipieren und aufbauen möchten.

Veranstalterin

Der Pilotlehrgang wird von der Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Bioschule Schwand organisiert.

Lehrgang 2017

Mehr Infos zum aktuellen Lehrgang, welcher von Januar bis April 2017 stattfindet, gibt’s unter Programm.

2015 fand der Lehrgang zum ersten Mal statt. Mehr dazu ist im Bericht 2015, im Bericht 2016 und in den Medienbeiträgen zum Lehrgang nachzulesen.

Förderung

Der Lehrgang für solidarische Landwirtschaft wird von der Stiftung Mercator Schweiz und der Fondation Sur-la-Croix finanziell unterstützt.