Programm – Lehrgang 2017

Kursblock «Solawi Betriebskonzept»

12. – 14. Januar 2017 (Zürich/Dietikon)

Wir lernen die Ideen und verschiedene Betriebskonzepte der solidarischen Landwirtschaft kennen. Schwerpunkte bilden die Prinzipien (Betriebsbeitrag statt Produktepreise, Kontinuität und Verbindlichkeit, Partizipation). Als konkrete Beispiele werden die kooprative Käserei basimilch und die regionale Gartenkooperative ortoloco in Dietikon ZH besucht. Neben der grundsätzlichen Einführung betrachten wir theoretisch und praktisch konkrete Abläufe und organisatorische Hilfsmittel zur Mitarbeit, Logistik, Finanzplanung usw.

EinE VertreterIn einer Hofgemeinschaft zeigt uns zudem, wie ein Solawi-Betrieb als ganzer Hof funktionieren und seine Mitglieder mit einem breiten Sortiment an Produkten versorgen kann. Neugründung und Betriebsumstellung sowie Planung und Umsetzungsschritte werden anhand von konkreten Beispielen der Kursteilnehmenden diskutiert.

28. – 29. April 2017 (Zürich/Dietikon)

Mitarbeit konkret am Beispiel von ortoloco: Im April hat die Gartensaison begonnen und die Mitgliedereinsätze auf dem Feld finden wieder regelmässig statt. Wir schauen den Fachkräften bei ihrer Planung über die Schultern und treffen Mitglieder von ortoloco. Was wurde diese Woche gemacht? Was steht an? Welche Arbeiten sind besonders geeignet für Mitgliedereinsätze? Und was gefällt den GenossenschafterInnen an ihrem Betrieb? Bei dem Einsatz werden Praxistipps und Erfahrungen weitergegeben.

Seit Jahresbeginn hat sich auch die eine oder andere Initiative der Kursteilnehmenden weiterentwickelt. Welche Herausforderungen stellen sich dabei? Der letzte Kursblock widmet sich dem weiteren Kontext: In welchem rechtlichen und politischen Rahmen bewegen wir uns mit solidarischer Landwirtschaft? Anwesend sind Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen, die wir mit Fragen „löchern“ dürfen (Input-Referat, Podiumsdiskussion, Workshop).

Kursblock «Biologischer Gemüsebau»

30. Januar – 3. Februar sowie 6. – 10. Februar 2017 (Bioschwand Münsingen)

Wenn GemüsegärtnerInnen direkt mit KonsumentInnen zusammen arbeiten, brauchen sie besondere Kenntnisse. Wir behandeln den biologischen Anbau einer breiten Palette von Gemüsearten im Freiland und im gedeckten Anbau.

Schwerpunkte der ersten Woche:

  • die Erweiterung von Kenntnissen in den Bereichen Bodenfruchtbarkeit, Kompost und Düngung
  • Fragen der Mechanisierung und der Handarbeit werden praktisch erkundet und diskutiert: Wie erreichen wir eine schonende Bodenbearbeitung? Wie können wir mit nicht-motorisierten Geräten effizient arbeiten? Welche Anbausysteme eignen sich für einen kleinräumigen, diversifizierten Anbau?
  • Gartengestaltung aus agronomischer, ökologischer und sozialer Perspektive

Schwerpunkte der zweiten Woche:

  • Anbautechnik und Kulturmassnahmen: Säen und Pflanzen, Beikrautbändigung, Pflanzenschutz, Verfrühung
  • Saatgut und eigene Setzlingsanzucht
  • Fruchtfolge, Anbau- und Aboplanung
  • Ernte und Lagerung

Betriebsbesichtigungen:

  • Artha-Samen auf der Bioschwand – Thema Saatgutproduktion
  • Biohof Zaugg in Iffwil – Thema Kompost, Vielfalt der Kulturen, Verarbeitung
  • Gemüsekooperative Radiesli in Worb

2017 werden die beiden Kursblöcke in gekürzter Form an der Bioschule Schwand als Wahlfach angeboten.